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Ahimsa bedeutet im Sanskrit “Nicht verletzen” und steht im Yoga für das Konzept der Gewaltlosigkeit. Positiv ausgedrückt beschreibt Ahimsa den liebevollen Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt.

Ahimsa Yoga ist kein eigener Stil, sondern Yoga mit dem speziellen Fokus auf Ahimsa, also dem bewusst liebevollen und achtsamen Umgang mit sich selbst. Mit diesem Fokus lernen wir, uns selbst und unsere Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und unsere körperlichen und emotionalen Grenzen zu erspüren und zu respektieren. Das klingt einfach, ist aber in der aktuellen Yogaszene, in der es immer mehr um Leistung und Zurschaustellung akrobatischer Haltungen geht nicht ganz selbstverständlich. Zudem sind wir es in unserem Alltag gewöhnt uns mit anderen zu vergleichen, zielgerichtet zu agieren und die eigenen Bedürfnisse zu übergehen. Durch Ahimsa Yoga soll für den Einzelnen ein Raum geschaffen werden, in dem geübt wird, wieder der inneren Stimme zu vertrauen, der Sprache des eigenen Körpers zu lauschen, bewertendes und negatives Handeln sich selbst gegenüber zu entlarven und fallen zu lassen, sich selbst im jetzigen Zustand liebevoll anzunehmen und der äußeren Form nicht mehr oberste Priorität zu geben.

Wir lernen wieder zu spüren, was wir im Moment benötigen, und dies ist individuell sehr abhängig von vielen Faktoren wie der aktuellen Tagesverfassung, der Tageszeit, der Jahreszeit, des monatlichen Zyklus bei Frauen und vieles mehr. Wenn wir wieder lernen uns selbst diese liebevolle Aufmerksam zu schenken und die Konsequenz aus diesen Erkenntnissen ziehen, wird sich dies nicht nur positiv auf unsere Yogapraxis auf der Matte auswirken, sondern auf unseren gesamten Alltag.